Für wen das Musikfest eine Premiere war

Die Herren der Jury sitzen leicht erhöht auf einem Podest hinten in der Turnhalle und haben einen top Überblick. Fotos: jj
Die Knappschaftskapelle Peiting tritt erstmals in der traditionellen Wertung an. Dirigent ist Martin Wiblishauser.
Die Nachbarn I: 60 Musiker der Stadtkapelle Schongau.
Nachbarkapelle II: Die Blaskapelle Hohenfurch mit Taktgeber Wilhelm Binder.
Guter Besuch: Am Sonntagnachmittag haben sich 150 Zuhörer eingefunden.
Nachbarkapelle III: Ingenried unter der Leitung von Benno Daxer, der ja in Altenstadt wohnt.
Hansi Daxer, hier mit der Blaskapelle Markt Leeder. Er dirigiert auch die Musikkapelle Altenstadt und war maßgeblich an der Organisation bei den Wertungsspielen beteiligt.
Einer der vier Ansager, die im Einsatz gewesen sind. Jonathan Bertl (15).
Ohne Worte: die schöne und stimmige Dekoration in der Schulturnhalle.
In der Aula der Grundschule: Eine Ausstellung des Musikhauses Kirstein mit verschiedenen Blasinstrumenten.

Konzentration war gefordert, als sich in Altenstadt 23 Musikkapellen im Wertungsspiel der Kritik einer vierköpfigen Jury stellten. Die Blasorchester kamen aus dem Bereich von Nesselwang bis Denklingen und von Peiting bis Waal. Ehrensache war die Teilnahme für die Stadtkapelle Schongau und für die Kapellen aus der VG Altenstadt, nämlich für Schwabsoien, Hohenfurch, Schwabbruck und Ingenried. Eine Besonderheit war der Termin für die Knappschaftskapelle Peiting. Das renommierte Blasorchester trat erstmals nicht in der konzertanten, sondern in der traditionellen Wertung (Polka/Marsch/Walzer) an.

Wie eine Premiere
Noch vor wenigen Wochen präsentierte sich die Knappschaftskapelle Peiting bei den Wertungsspielen in Raisting im konzertanten Sektor in der Höchststufe – damals mit kompletter Mannschaft. Doch in den Reihen der Kapelle habe es den Wunsch gegeben, auch mal in der traditionellen Wertung mitzumachen, schildert Vorstand Herbert Humpl. So sei es zu der Premiere in Altenstadt gekommen. Die Peitinger trugen vor der Jury und vor 80 Zuhörern im Saal unter dem temperamentvollen Dirigat von Martin Wiblishauser drei Stücke vor. Sie traten – so wie die Schönegger Almmusikanten oder die Stadtkapelle Schongau – in der Stufe C an. Das ist die schwierigste unter den drei Kategorien in der traditionellen Wertung.

Nach den Peitingern stellte sich am Samstagnachmittag die Blaskapelle Markt Leeder in der Mittelstufe mit dem anspruchsvollen Stück „Schloss Orth“ von Fritz Neuböck und dem Titel „Adventure“ von Markus Götz der Jury. Dirigent: Hans Daxer, der auch beim Gastgeber, der Blaskapelle Altenstadt, den Takt angibt, und der zudem die Musikkapelle Waal leitet, die ebenfalls in Altenstadt beim Wertungsspiel teilnahm.


Vor allem am Sonntag verzeichnete die Blaskapelle Altenstadt einen sehr guten Besuch bei den Wertungsspielen. Als nachmittags die Stadtkapelle Schongau dran war (heuer ebenfalls in der traditionellen Kategorie Walzer/Polka/Marsch), mussten zusätzliche Stühle aufgestellt werden, damit die knapp 150 Besucher Platz nehmen konnten.
    

Nach den Wertungsspielen – die Ergebnisse werden erst in fünf Wochen am Festsonntag vor großer Kulisse im Bierzelt verkündet – richten die Musiker um Vorstand Johann Reich jetzt den Blick voraus. Am Samstag, 22. Juni, wird in der Schulturnhalle abends der Festakt zum 32. Musikfest im ASM-Bezirk Füssen ausgerichtet. Die Abkürzung ASM steht für Allgäu-Schwäbischer Musikbund. Die Blaskapelle Altenstadt blickt an diesem Abend auf das 140-jährige Bestehen zurück. 

Die Festtage Ende Juni
Den Höhepunkt erreicht das Bezirksmusikfest Ende Juni. Das Programm erstreckt sich über vier Tage. Zum Stelldichein von mehr als tausend Bläserinnen und Bläsern kommt es am Sonntag, 30.Juni, beim Gemeinschaftschor und beim Festzug.   jj